Historie : die Geschichte einer Nobelfamilie

Das « Manoir de la Bonnerie » wurde im XV. Jahrhundert gebaut. Aus dieser Zeit stammen die Fenster sowie der Turm (von der Rue de la Bonnerie zu sehen). Seine kleinen Öffnungen lassen erahnen, dass sein Ursprung, als Teil der Dorffestung, sogar im XII. oder XIII. zu finden ist.

Das Grundstück wurde im XVII. sowie im XVIII. Jahrhundert erweitert. Diverse kleine Pavillons aus Stein und Ziegel findet man noch im Park sowie im Obstgarten. Die Familie Ruault de la Bonnerie hat hier bis zur Revolution gewohnt.

Sie lebte auf  keinem großen Fuß. Dennoch durfte  Jeanne-Marie Ruault de la Bonnerie  im von Madame de Maintenon und Ludwig dem XIV. gegründeten  königlichen Haus in Saint-Cyr lernen. Sie wurde danach  Vorleserin der Herzogin von Orléans.
Jean Baptiste Isidore hatte einen hohen Militärposten in Lille 1792 in der „Nordarmee » inne. Er siegte in Lille
gegen die Österreicher des Herzogs  von  Sachsen -  Teschen. Sein Name ist auf einer Säule des Triumphbogens
in Paris eingraviert. Eine Straße in Lille trägt auch seinen Namen. Ende 1792 wurde er Chef des Führungsstabs 
in Belgien und ging dann nach Österreich  zurück. 1789 wurde er pensioniert und lebte bis zu seinem Tode in Graz, 
ohne La Bonnerie je wieder gesehen zu haben. Seine Kinder haben das Haus nicht mehr bekommen, da es zugunsten 
von Emigrierten beschlagnahmt  wurde.


 

Gartenaufbau

Das Haus sowie das 7400 m2 Grundstück wurden 2000 gekauft. Es bestand lediglich aus Fröschen und Schlangen an betonierten Wänden. Der Blick aufs Dorf von Essay war bereits außergewöhnlich schön, dennoch zum großen Teil durch wilde Vegetation versperrt. Riesige Thuya-Bäume schützten zwar das Haus gegen den Nordwind, brachten aber auch dem Haus sehr viel Schatten sowie Feuchtigkeit. Diese wurden geschnitten (2011 und 2007) sowie gekürzt (2009 und 2010).
Die Aufräumarbeiten wurden systematisch und dauerten lange. Erst dann konnte die Besitzerin anfangen, neue Pläne für den Garten zu schmieden.

Oberster Teil: eine Perspektive mit zuerst einer Reihe von Taxusbäumen (2002), die den Rahmen einer „Hemerocaille“ Kollektion bilden sollten.
Es kommen dann symmetrische Bux-Reihen (2004) in denen weiße Rosen „Veneziane des roseraies Guillot“ verteilt sind. Dezember 2007 wurde entschieden, ein grünes Theater nach einem (nicht umgesetzten) Projekt in Trianon von Versailles.

 

 

Diese Hecken sollten sehr schnell 2,50 Meter Höhe erreichen für die Bühne sowie die verschiedenen Passagen für die virtuellen Kulissen. Gleichzeitig wurde der mittlere-untere Bereich nach englischen Art eingepflanzt: lange Beeten sowie diverse Bäume verschiedener Höhe. Noch zu bewundern sind einzelne interessante Pflanzen und Bäume wie: der Taschentuch-Baum, ein Cryptomeria japonica, ein Twisty baby Akazienbaum. Sophora japonica, parosia persica….Im unteren Bereich entdecken Sie noch den Obst- und Gemüsegarten nach französischer Art. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei uns!